Harte Probenarbeit zahlt sich am Ende aus
Aus der BZ vom 04.07.2011: MARIA VEEN/COESFELD (geg). Vor den Erfolg haben die Götter bekanntlich den Schweiß gesetzt. Das wurde am Wochenende einmal mehr deutlich.Die Musical-AG des Maria Veener Gymnasiums unter der Leitung von Doris Hesselmann hat zwei Jahre lang ordentlich den Schweiß fließen lassen. Am Samstag und Sonntag dann verbuchte die Truppe in Zusammenarbeit mit Christian Hegemann (Leiter der Band) und Georg Hegemann (Leiter des Orchesters) mit dem Musical „Smike“ im Konzerttheater Coesfeld einen tollen Erfolg. Für den richtigen Ton sorgte Franz Josef Bieling in der Technik.
„Sich zweieinhalb Stunden lang auf den Punkt zu konzentrieren, das ist schon etwas“, so die Leiterin der Musical-AG, die großes Vertrauen zu ihren Schülern hat. „Ich verlange eine Menge. Aber ich bin davon überzeugt, dass sie auch eine Menge können“, so Hesselmann.
Zwei Jahre lang jeden Samstag zur Probe zu erscheinen, das erfordere eine Menge Selbstdisziplin. Die Schülerinnen Ineke Fahrug, Julia Nitzsche und Christina Stroick erwähnten in ihrer Probenrückschau: „Wir müssen uns nur noch ungefähr um das Dreifache steigern, dann ist sie mit uns zufrieden. Ob wir das schaffen?“ Sie schafften das und noch viel mehr. Sie waren so gut und begeisterten dermaßen, dass die Zuschauer die Truppe nicht von der Bühne gehen lassen wollte.
„Was die Schüler hier lernten, ist ganz wichtig für ihr weiteres Leben“, erläutert die Lehrerin: Nicht nur Singen, sondern sich zu präsentieren, Selbstbewusstsein, Zusammenarbeit, Umgang mit Kritik, Beteiligung am Schaffensprozess und Einbringen von Ideen seien Fähigkeiten, mit denen die Jugendlichen in Zukunft etwas anfangen können.
„Smike“ wurde 1973 von Lehrern geschrieben und ist eine Pop-Musical-Adaption von Charles Dickens´ Roman „Nicholas Nickleby“. „Smike“ ist der Name eines Schülers, der eine Hauptrolle in dem Roman spielt. Ausgewählt wurde das Musical, weil es „eine gute Story ist, gute Musikelemente und eine gewisse Dramatik hat“, so Doris Hesselmann, die grundsätzlich gern mit englischen Stücken arbeitet.
Und gerade die Dramatik war es, die die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe neun bis zwölf, neben sinnlichen und temperamentvollen Momenten, gefühlvoll transportierten. Ihr Ziel, das Publikum zu berühren, haben sie damit ohne Zweifel erreicht.