Rekener Schüler bekommen "Sozialführerschein"
Artikel in der Borkener Zeitung über Veranstaltung am GMV.Vorbemerkung des pädagogischen Teams: Wir freuen uns sehr darüber, dass insgesamt 63 Schüler:innen unserer Schule erfolgreich am Projekt teilgenommen haben und wir sie dabei begleiten durften!
Claudia Scholtyssek, Kay Lammers und Linda Hesse
Artikel in der BZ vom 19. November 2025
72 Schüler der Brückenschule und des Gymnasiums der Mariannhiller Missionare in Reken erhielten am Mittwoch den "Sozialführerschein" für ihr sechswöchiges, ehrenamtliches Engagement in örtlichen sozialen Einrichtungen. Seit Jahren findet die Aktion der Freiwilligenagentur Reken in Kooperation mit den Schulen und dem Netzwerk Freiwillig des Kreises Borken großen Anklang bei den Schülern.
72 Schüler nahmen gestern ihren "Sozialführerschein" in der Aula des Maria Veener Gymnasiums entgegen.
MARIA VEEN . "Helfen kann anstrengend sein, gibt aber ein gutes Gefühl". Diese Aussage stammt von einem Rekener Schüler, der bereits in den vergangenen Jahren seinen "Sozialführerschein" gemacht hat. Sie trifft aber auch in diesem Jahr wieder ins Schwarze. Das Projekt der Freiwilligenagentur Reken in Kooperation mit den weiterführenden Schulen und dem Netzwerk Freiwillig des Kreises Borken gibt es bereits seit mehreren Jahren. Schüler der neunten Klassen können sich freiwillig melden und sich in einem Bereich ihrer Wahl ehrenamtlich sechs Stunden engagieren. In diesem Jahr nahmen 72 Schüler des Gymnasiums der Mariannhiller Missionare und der Brückenschule teil und unterstützten örtliche Vereine, Organisationen und Einrichtungen. Gestern bekamen die Schüler ihre Zertifikate in der Aula des Gymnasiums und durften über ihre Erfahrungen berichten. "Es geht dabei um Vertrauen und ganz viel Herz", sagt Dinah Spring von der Freiwilligenagentur.
Das bestätigt auch Ines Hölker, Schülerin des Rekener Gymnasiums. Die 14-Jährige engagierte sich im Kindergarten St. Josef in Heiden. "Ich habe den Kindern ganz viel vorgelesen. Die Mitarbeiterinnen dort hatten da keine Zeit für. Ich bin froh, dass ich da war und kann mir auch vorstellen, dort weiterhin ehrenamtlich zu helfen. Beruflich möchte ich später allerdings etwas anderes machen", sagt die Schülerin. Marie Christin Müllenbach verbrachte die Zeit in der Seniorenwohnlage St. Ludgerus in Groß Reken. "Ich habe früher schon bei der Betreuung meiner Oma geholfen und habe mich deshalb dafür entschieden. Es hat mir großen Spaß gemacht. Wenn alte Menschen von ihrem Leben erzählen, höre ich gerne zu", sagt die 15-Jährige. Sie kann sich vorstellen, später auch beruflich in diesem Bereich zu arbeiten. Lia Sophie Meger und Maja Johanna Leiß halfen auch in Kindergärten aus, beide hatten "viel Spaß" und würden sich gerne weiterhin ehrenamtlich in diesem Bereich engagieren.
"Es ist unglaublich, wie viel Anklang diese Aktion findet." Linda Hesse
"Es ist unglaublich, wie viel Anklang diese Aktion bei den Schülern findet", sagt Linda Hesse, Beratungslehrerein am Rekener Gymnasium. "Wir sind vor vor Jahren mit 17 Schülern angefangen und sind jetzt bei über 70. Mittlerweile unterstützen mich drei Kollegen und das nur an unserer Schule", sagt sie. Soziale Einrichtungen aus verschiedenen Bereichen nehmen an der Aktion teil, von Sportvereinen über Einrichtungen für Menschen mit Handicap bis hin zu Rettungsdiensten wie der Freiwilligen Feuerwehr. „Im Vorfeld stellen sich die Einrichtungen an den Schulen vor, damit die Schüler einen Eindruck von der Arbeit bekommen", erklärt Dinah Spring. Ganz offensichtlich mit großem Erfolg.






