10.07.2018

Aufbruch in neue Abenteuer

Artikel aus der Borkener Zeitung zur Verabschiedung von Johannes Alings

Aus der BZ vom 10. Juli 2018:

Nach 22 Jahren als Schulleiter verlässt Johannes Alings das Gymnasium Maria Veen. Viel Lob gab es von Wegbegleitern. Große Dinge hat sich der Schulleiter für die Zeit des Ruhestands bewusst nicht vorgenommen.

MARIA VEEN. 22 Jahre war er hier – und nun geht er: Schulleiter Johannes Alings. Mit viel Herz hat er am Gymnasium Maria Veen menschlich und fachlich Spuren hinterlassen. Wegbegleiter loben sein liebenswertes Auftreten, auch wenn manche Zeiten schwierig waren.

Er setzte sich stets für sein Ziel ein: Menschen auf den Weg zu bringen, sie zu fordern und zu fördern. „Einen jungen Menschen zu brechen, ist doch nicht Sinn einer Schule“, sagt er in seiner Abschlussrede. Gerade das schüre Hass. Umso besser, dass er stets ein offenes Ohr und eine offene Tür für jeden am Gymnasium hatte.

Eine Diashow mit alten Fotos lässt Erinnerungen lebendig werden. Die lobenden Worte seiner Wegbegleiter: Alings ist sichtlich ergriffen, nimmt Geschenke entgegen. Vom Kompass, der ihm die Richtung weisen soll, bis hin zur Poesie, die in Büchern verewigt ist.

Gut in der neuen Aufgabe ankommen

Eugen Kölker, stellvertretender Schulleiter, wünscht ihm, dass er gut in seiner neuen Aufgabe ankommen wird. Was er jetzt vorhat? Er will sich mehr Zeit für „Haus, Familie und Kinder“ nehmen und reisen. Bewusst habe er sich keine großen Dinge vorgenommen. Den Aufbruch zu neuen Ufern wolle er entspannt angehen.

Während der Abschlussfeier prasseln viele Eindrücke auf ihn ein. Diese lässt er in Ruhe auf sich wirken. Er sei so wertvoll für die Schule, sagt Elena Nienhaus-Flecke von der Michaelgrundschule. Mit Daniela Budde-Klen von der Antoniusschule und Jochen Heinen, Elleringschule, überreicht sie den „Kompass der Seele“. Eines steht wohl für alle fest: „Freunde werden wir immer sein“, betont Eugen Kölker.

Lernen und Lehren eng verknüpft

Alings Weg war eng verknüpft zwischen Lernen und Lehren. Von 1964 bis 1972 war er Schüler in Maria Veen. Als er seinen Abschluss in der Tasche hatte, trat er seinen Dienst bei der Bundeswehr an, ehe er in Münster Pädagogik und Deutsch studierte. Geschichte kam noch hinzu.

14 Jahre war er Lehrer am Gymnasium Mariengarden in Burlo, „weit entfernt, auf der anderen Seite des Flusses“, wie er sagt. 1996 ging er zurück nach Maria Veen und blieb. Mit 43 Jahren übernahm er das Amt des Schulleiters. Der 65-Jährige erlebte den Wandel der Schule mit. Er lernte neue Modelle kennen und den Umbruch mit der Digitalisierung. Über die Jahre sei in und außerhalb des Gymnasiums ein enges Netzwerk entstanden, das gut zusammenarbeite.

Die neue Schulleiterin steht schon in den Startlöchern: Sigrid Kliem. Und wie es auch im „kleinen Prinzen“ heißt: „Jedes Ende bietet die Chance für einen neuen Anfang.“

Marie-Therese Gewert, Borkener Zeitung (Quelle)


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